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Wie ich zum BÜCHERRETTER wurde 

Als Theologe beschäftige ich mich seit über 20 Jahren mit Büchern. Im vergangenen Sommer erfuhr ich, dass in der Nähe die theologische Bibliothek einer Hochschule aufgelöst wird und es eine Liste gebe, in der die noch vorhandenen ca. 5.000 Exemplare erfasst sind. Auch ich konnte mir eine Wunschliste zusammen stellen. Dies habe ich dann auch umgehend getan und bin wenige Tage später mit grosser Vorfreude - jedoch nicht ahnend, dass mich gerade das schönste Hobby meines Lebens findet - zu der Bibliothek gefahren, um meine ausgesuchten Bücher abzuholen.

Bei der Verabschiedung habe ich den Bibliothekar gefragt, was denn mit den anderen noch ungefähr 4.000 Titeln geschieht, die bisher noch nicht aus der Liste ausgesucht und abgeholt wurden. Er sagte mir nüchtern und doch mit Wehmut, dass da wohl zeitnah der Container für die Entsorgung kommen werde, denn die Hochschule benötigt den teuren und begrenzten Platz. Daraufhin habe ich ihn vorsichtig gefragt, ob ich denn nochmals kommen und mir weitere Exemplare aussuchen dürfe. Er machte eine ausladende Geste und sagte: "Kommen's, kommen's gerne vorbei!"

So stand ich einige Tage später mit einem leeren Auto vor der Tür und habe diejenigen Bücher aus den Regalen gezogen, die ich unbedingt vor der Vernichtung bewahren wollte. Beim Abschied fragte ich den Bibliothekar, wann denn "der letzte Tag" für die Bücher sei. Er nannte ein Datum und ich kündigte mich erneut an. Dieses Mal gleich mit zwei leergeräumten Kraftfahrzeugen, die bei der Rückfahrt in jedem freien Winkel mit Büchern vollbeladen waren. 

So hatte ich danach über 3.000 Bücher im Keller stehen und wusste bis dahin noch nicht, was ich damit tun werde. Die in der Bibliothek verbliebenen Exemplare wurden dann tatsächlich entsorgt. Jedoch konnten diese aufgrund meiner Expertise mit gutem Gewissen wieder der Rohstoffwirtschaft zugeführt werden.

Ich habe verhindert, dass Tausende neuwertige und ungelesene Fachbücher aus Platzgründen entsorgt wurden. Als ich mich danach mit befreundeten Akademikern und Lesebegeisterten darüber austauschte, war ich höchst erstaunt, wie viele von ihnen ratlos sind, was sie angesichts überquellender Bücherregale oder aussortierten Exemplaren tun sollen. Feste Erneuerungsquoten in öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken tun ihr Übriges. 

Der BÜCHERRETTER war geboren.

Als BÜCHERRETTER setze ich mich dafür ein, dass Bücher für die Nachwelt erhalten bleiben, jemand anderes sich an ihnen erfreuen kann und sie vor allem der Vernichtung entzogen werden. Es ist mir ein persönliches Anliegen, Bücher für die Zukunft, für die kommende Generation zu erhalten. Besonders setze ich mich für den Erhalt von Dissertationen, wissenschaftlichen Fachbüchern, Forschungsschriften und heimatkundlicher Schweizer Literatur ein, die meist in Kleinstauflagen produziert werden und besonders erhaltenswert sind.

Gerne bin ich Ihr Ansprechpartner und Bestandsgutachter, um Bücher verschiedenster Themengebiete einer neuen und sinnvollen Verwendung zuzuführen: Von der einfachen Bücherschachtel, über eine private Büchersammlung bis hin zu einer kompletten Bibliothek, bzw. der Weiterverwendung von Restauflagen eines Verlags, bzw. unverkaufte und gebrauchte Exemplare einer Buchhandlung. Jedes Buch zählt. Gerade Kooperationen mit Verlagen und Buchhandlungen sind mir sehr wichtig. 

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