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Der Apostel Andreas

Der Name "Andreas" stammt aus dem Griechischen und bedeutet "männlich", "tapfer". Auf "Andreas" gehen folgende Namen zurück: Anderl, André, Andy, Andres, Drewes, Endress, Andrea. Andreas stammte aus Betsaida und wohnte später mit seinem Bruder Petrus in Kafarnaum. Als Jünger des Täufers wurde er von Jesus berufen, ihm führte er auch seinen Bruder zu. Beide gehörten zu seinem engsten Vertrautenkreis. Nach Missionstätigkeit in den Gebieten südlich des Schwarzen Meeres, der unteren Donau und Griechenlands soll er dort am 30. November 60 in Patras an einem X-förmigen Kreuz (Andreaskreuz) das Martyrium erlitten haben. Man kann diese Kreuze heute an unbeschrankten Bahnübergängen sehen. Seine Gebeine wurden im 4. Jh. in der Apostelkirche zu Konstantinopel beigesetzt und sollen 1208 nach Amalfi gelangt sein. Das Haupt kam 1462 nach Rom. 1964 zurück nach Patras.


Schon Papst Simplicius (468-483) weihte ihm zu Ehren eine Kirche. Sein Fest am 30. November ist seit Beginn des 6. Jh. in allen Kalendarien enthalten. Die schon früh bezeugte Vigil entfiel 1955. Er ist der Patron der Fischer und Patron des Ermlandes und auch der Patron Griechenlands.




Vom heiligen Andreas lesen wir in der Bibel, im Matthäus-Evangelium des Neuen Testaments: Als Jesus am See von Galiäa entlang ging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus und seinen Bruder Andreas. Sie warfen gerade ihr Netz aus, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm."

Das ist erstaunlich. Zwei Männer, die ein Haus am See besitzen und von der Fischerei leben, verheiratet sind - sie lassen alles stehen und liegen und folgen Jesus! Man muss dazu wissen, dass Andreas schon immer als gläubiger Jude in den Heiligen Schriften gelesen hatte und daher wusste: der Messias wird kommen! Er hatte sich bereits Johannes dem Täufer angeschlossen und war sein Jünger geworden, vielleicht weil er dachte, dieser könne der Messias sein. Aber als er eines Tages bei Johannes stand und Jesus vorüberkam, da sagte Johannes und deutete auf Jesus: "Seht das Lamm Gottes!" Von da an folgte Andreas Jesus und erfuhr immer tiefer: Ja! Dieser ist der Messias!

Andreas war es auch gewesen, der seinen Bruder Simon, den Jesus "Petrus" (= der Fels) nannte, zu Jesus brachte. Er war immer in der Nähe seines geliebten Meisters. Als Jesus befahl, auf dem See die Netze auszuwerfen und zu fischen, obwohl in der Nacht kein einziger Fisch ins Netz gegangen war - auch da gehorchte Andreas sofort: und sie fingen eine so große Menge Fisch, dass das Netz beinahe zerriss! Andreas erlebte also immer wieder neu: wirklich, Jesus ist der Meister. Der Apostel Andreas gehört daher zusammen mit Petrus, Jakobus und Johannes zu den vier "Stammaposteln".

Nach dem Tod und der Auferstehung Jesu hielt Andreas tapfer und männlich zu seinem Herrn. Er zog durch die Landschaften südlich des Schwarzen Meeres bis nach Byzanz, später durch die unteren Donauländer und durch Griechenland: überall predigte er von Jesus, dem "Christos" (= dem Gesalbten). - Als Andreas nach Patras kam, einer Stadt in Griechenland, schlugen ihn die Leute dort an ein schräges Kreuz und marterten ihn zu Tode. Das war am 30. November 60. Seine Reliquien befinden sich in der dortigen Kirche.

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